20. Dezember 2018 14:17

Bestimmte Elemente („Telomere“) im Erbgut erkennen das Alter einer Zelle und sorgen dafür, dass sich Körperzellen nur dann teilen, wenn es nötig ist. Fällt dieser Mechanismus aus, können Zellen "unsterblich" werden. Fatal ist dies bei Krebszellen, die Telomere unbeschränkt stabilisieren können. Die molekularen Ursachen hierfür untersuchten jetzt Forscher der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit Kollegen aus Köln, Heidelberg und Berlin bei jungen Patienten mit Neuroblastomtumoren. Ihre Ergebnisse stehen in der aktuellen Ausgabe des renommierten Wissenschaftsmagazins Science.
Die UDE-Wissenschaftler Prof. Dr. Alexander Schramm und der Genominformatiker Prof. Dr. Sven Rahmann entdeckten den Zusammenhang im Zuge ihrer Arbeit für den DFG-Sonderforschungsbereich 876 (Verfügbarkeit von Information durch Analyse unter Ressourcenbeschränkung). „Wir werden unsere neuen Erkenntnisse künftig auch auf andere Tumorarten wie Lungenkrebs übertragen, die noch komplexere genetische Veränderungen aufweisen“, so Schramm.
Text: Milena Hänisch, Medizinische Fakultät, Universität Duisburg-Essen