21. Dezember 2015 14:28
Einem internationalen Forscherteam ist jetzt die Entdeckung einer der am weitesten entfernten Quellen von hochenergetischer Gammastrahlung gelungen.
Abgesehen von der großen Entfernung sind die Beobachtungen auch deshalb von großem Interesse für die Astronomen, weil es sich hier um einen aktiven Galaxienkern aus der Klasse der sogenannten „Flachspektrum-Radioquasare“ (FSRQs) handelt. Die enormen Leuchtkräfte der FSRQs gehen auf Schwarze Löcher in ihren Zentren zurück, die mehrere hundert Millionen Mal so massereich wie unsere Sonne sein können. Auf Grund ihrer gewaltigen gravitativen Anziehungskraft bildet sich ein stetiger Strom von Materie, die auf das Schwarze Loch zustürzt. Dabei werden einige Teilchen zu enormen Energien beschleunigt und verursachen die Hochenergie-Emission dieser kosmischen Gammastrahlenquellen. Die FSRQs gelten insbesondere als mögliche Quellen der kosmischen Hochenergie-Neutrinos, die kürzlich unter maßgeblicher Beteiligung der Arbeitsgruppe um Prof. Wolfgang Rhode (TU Dortmund) mit dem IceCube Experiment am Südpol nachgewiesenen wurden.
Auch die Arbeiten aus dem Bereich der Analyse großer Datenmengen aus dem Projekt C3 des SFB 876 konnten hier einen großen Beitrag liefern.
http://www.tu-dortmund.de/uni/Uni/aktuelles/meldungen/2015-12/15-12-21_physik-magic/index.html